Aktuelle Forschungsprojekte

Insect Services ist momentan Projektpartner in einem von der öffentlichen Hand geförderten Forschungsprojekt.  

  1. Projekt REPEL

Titel: Eine Forschungsinfrastruktur zur Identifizierung neuer Repellentien im human- und veterinärmedizinischen Bereich.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des EurostarsTM Föderprogramms der EU für innovative KMU. Förderkennzeichen: 01QE2154. Laufzeit: 01.10.2021 bis 31.03.2024.

Projektpartner: TropIQ Health Sciences, Niederlande

Obwohl der globale Umsatz mit Insektenschutzmittel jährlich um 5 Prozent wächst gibt es auf dem Markt bisher nur wenige Repellent-Wirkstoffe, die zudem auch nur eine begrenzte Wirksamkeitsdauer aufweisen.

Das Projekt zielt darauf ab, ein artenübergreifendes Testpanel für Auftragsforschungen zu etablieren, das der Identifizierung neuartiger Insekten- und Zeckenschutzmittel dient. Dieses Panel basiert auf einer Kaskade von Biotests, in denen Substanzen zunächst in einem Hochdurchsatzverfahren an Stechmücken gescreent und wirksame Substanzen nachfolgend in einem Basis-Panel bestehend aus Zecken, Bettwanzen, Flöhen und Läusen getestet werden. Die Auswahl der Spezies erfolgt nach biologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, um ein breites Spektrum an medizinisch bzw. tiermedizinisch relevanten Organismen abzudecken.

Substanzen, die sich als wirksam erweisen werden dann in einem erweiterten Panel mit weiteren Zecken- und Insektenarten getestet.

Die Screening-Pipeline als Ganzes wie auch einzelne Biotests werden im Rahmen des Projekts evaluiert. Hierfür sollen modellhaft Repellent-Moleküle erfolgreich über die Biotest-Kaskade identifiziert werden. Dazu wird eine kleine Bibliothek von Molekülen verwendet, die auch verblindete Positivkontrollen enthält. Die Moleküle in der Bibliothek wurden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz auf ihr repellierendes Potenzial ausgewählt.

Am Ende des Projekts soll eine Pipeline für Auftragsforschungen etabliert sein, die Firmen mit aktiver Forschungsabteilung ein effizientes Screening neuer, potenziell repellierender Substanzen ermöglicht. Die hohe Aussagekraft der Biotests lässt dabei schon in einem frühen Stadium der Forschung realistische Einschätzungen zur Wirksamkeit unter Praxisbedingungen zu. Dies ermöglicht einen effizienten Einsatz der Ressourcen bei der Weiterentwicklung erfolgversprechender Substanzen.